Über uns

 

„Wir“, das sind zurzeit:  meine schwarze ehemalige Zuchthündin „Teddy Sue vom Mühlrad“, meine schwarzweiße aktuelle Zuchthündin "Asta vom Bärenfreund" und meine Wenigkeit, Thomas Schrader, Baujahr 1954. Die Kleine auf dem Bild ist Bella aus dem B- Wurf kurz vor der Abgabe. Ich bin Elektromechaniker in einer kleinen Firma für Laborgeräte.

Wir sind in Göttingen in Südniedersachsen zu finden, wenn wir nicht gerade auf Wohnmobil- oder Motorradtour in den Alpen oder sonst wo sind.  


Aber mal von Anfang an: Seit Kindesbeinen gehe ich mit Hunden um, schon als Kleinkind, in einem Alter, an das ich mich nicht mehr erinnern kann, soll ich auf jeden Hund geflogen sein. Da meine Eltern keinen Hund wollten, suchte ich mir später einen zum Betreuen in der Nachbarschaft.

 
Im Jahre 1978, inzwischen selbständig mit Lebensgefährtin wohnend,  nahm ich dann meine erste Mischlingshündin (Schäferhund –Windhund-Mix) aus zweiter Hand zu mir. Jessica suchte sich eines Tages 1984 selbst einen Rüden, einen tibetanischen Hirtenhund. Der Erfolg war mein erster Wurf, den ich noch recht blauäugig anging nach dem Motto: Die Hündin macht das schon. Gleich beim zweiten Welpen mußte ich selbst ran, weil die Mutter noch mit dem ersten zu tun hatte, pellte ihn schnell aus der Fruchthülle, dann abnabeln… Nun, es wurde mein Lieblingswelpe und wir brachten alle gut durch und bei anständigen Leuten unter. Jessica wurde 12 ½ Jahre alt und erlag dann 1989 einem Krebsleiden.     


Wenige Tage später erzählte mir ein Bekannter von einem Schäferhundmix- Rüden, der in asozialen Verhältnissen dahinvegetierte und dringend einen besseren Platz brauchte, um nicht im Tierheim zu landen. So nahm ich Wuschel für einige Tage zu mir, bis wir einen endgültigen Platz für ihn fänden. Ich merkte nach drei Tagen, daß er sich mit Haut und Haar an mich gehängt hatte. Die paar Tage dauerten über zehn Jahre. Es kostete große Mühe, dem verstörten Tier durch verläßliches Verhalten wieder ein Bißchen Vertrauen zu geben. Es klingt fast paradox, daß er einerseits ein absolut treuer Ein- Mann- Hund war (ich habe Wetten damit gewonnen, daß er mit niemand anderem mitgehen würde), andererseits aber nie wirklich vertrauen konnte. Ganz überwand er sein Jugendtrauma nie. Im Frühjahr 2000 starb er so plötzlich, daß ich vermute, er muß vergiftet worden sein.   


Vier Monate war ich ohne Hund. Monate, in denen ich nur nach der passenden Rasse suchte. Schlittenhunde faszinierten mich, ich optierte auf einen Alskan Malamute. Doch schließlich brach eine alte Erinnerung in mir wieder durch. Als Kind hatte ich mal eine lustige Geschichte über einen geerbten Neufundländer namens Mops gelesen und die hatte jahrzehntelang unterschwellig in mir geschwelt, bis das Feuer jetzt ausbrach. So nahm ich meine erste Neufundländerhündin zu mir.  Seit dem gibt es keine andere Rasse mehr. Doreen vom Sendberg war zwar nicht zuchtgeeignet, doch sie war eine Seele von Hund und ich möchte keinen Tag mit ihr missen. Auch nicht die letzten Tage, als sie im Alter kaum noch laufen konnte und Stammpatientin beim Tierarzt war.

Die letzten 1 ½ Jahre ihres Lebens bekam sie Gesellschaft durch Teddy Sue und blühte in Gegenwart der jungen Hündin noch einmal auf, bevor ihre Gebrechen im Winter 2012 es doch notwendig machten, sie zu erlösen.

 

Nie hätte ich gedacht, daß ich einmal auf Hundeschauen ausstellen würde, aber nachdem ich mich einmal dazu überreden lassen hatte, fing ich Feuer. Und wenn Sue schon jedesmal mit vorzüglich bewertet wurde, warum dann nicht eine Zucht in Angriff nehmen? Der Aufwand war nicht gering: Mehrere obligatorische und bald gern besuchte Hundeausstellungen, A- Züchter-Seminar, HD- Röntgen und andere Untersuchungen, Zuchtzulassungsprüfung, Zwingeranmeldung, Wurfkiste bauen…  Ich verbiß mich in das Projekt wie der Hund in einen Knochen. Und jetzt kann ich nicht mehr loslassen. Es ist eine Ambition, die wohl nicht mehr enden wird. 

Aus unserem ersten Wurf habe ich die Hündin Asta behalten und setze mit ihr die Zucht fort. Auch wenn Sue im Prizip noch einen Wurf machen dürfte,  nach zwei großen Würfen hat sie geleistet, was man ihr zumuten kann und darf in ihren wohlverdienten Ruhestand treten, in dem ich sie genauso lieb habe wie Asta. Es ist mein Prinzip, die Hündin nicht als Produktionsmittel zu sehen sondern als meine Freundin, deren Wohlergehen an oberster Stelle steht. Es ist schließlich ein faszinierendes Hobby und kein kommerzielles Unternehmen.

Bei schönem Wetter können die Welpen in unserem Garten die "große Welt" erkunden.